GEBILDEntrückt
eine räumlich-dynamische Klangmeditation für Orchester und Orgel solo
2024
( 2/2/2/2, 4(F)/2(B)/3 (2 Ten. 1 Bass), 1 Pk., Schlgw. (2 Sp.), Str. (8.8.6.6.3), Orgel Solo )
11' 30''
Hard Facts
- Auftragswerk – Musikschule der Stadt Linz, Mag. Christian Denkmaier
- Premiere – 27.07.2024, Brucknerhaus Linz (Großer Saal) / Anton Bruckner: Traum und Albtraum
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- Symphonisches Orchester der Musikschule der Stadt Linz
- Dirigent – Ingo Ingensand
- Orgel Solo – Riccarda Fuchs
- Ingo Ingensand gewidmet.
- Das Werk wurde gefördert und ausgezeichnet durch das Sonderförderprogramm an_TON_Linz, zur Förderung “innovativer künstlerischer Auseinandersetzung mit Anton Bruckner im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2024”.

“GEBILDEntrückt” könnte von so manch einem Zuhörer vielleicht als Antwort auf die Frage gesehen werden, wie wohl Anton Bruckners (Alb-?) Traum geklungen hätte, wenn er an seiner Orgel mit gezogenen Registern eingeschlafen wäre, noch bevor auch nur einen Ton einer seiner Sinfonie zu Papier gebracht hatte. Mit diesem meditativen, spektralen Klanggebilde wollte Glinsner ein Orgelkonzert schaffen, das zu einem mit jeder Brucknersinfonie als Einstimmung im Konzertrahmen kombinierbar ist, zum anderen mit der Orgel als gewähltes Soloinstrument eine symbolische Brücke zwischen „Anton Bruckner – dem Symphoniker“ und „Anton Bruckner – dem Organisten“ schlagen.
Der Titel des Werks geht zurück auf das Gedicht „Die Getrennten“ von Marina Wied:
(…) Lautlos, in lauterem Verweilen steht
Gebilde entrückt am schwarzen Firmament:
Es sternen erdenschmerzverklärte Seelen,
Wo zwillingsnahe Ewigkeit sie trennt.
Juni, 2024
Tanja Elisa Glinsner