„Wir werden…“

nach dem gleichnamigen Gedicht von Henriette Hardenberg (1913)

2020

für Violoncello solo

ca. 4'

Hard Facts

  • Auftragswerk – Ursula Erhart-Schwertmann
  • Premiere – 17. Dez. 2024, Musikwerkstatt Alte Schmiede / Wien
    • Violoncello – Ursula Erhart-Schwertmann
    • Rezitation – Tanja Elisa Glinsner

 

  • CD – Einspielung: 
    • „Female Cello – Cellomusik von Komponistinnen“ – Ursula Erhart-Schwertmann
      • Violoncello – Ursula Erhart-Schwertmann
      • Produktions- & Aufnahmeleitung – Richard Graf

 

„Wir werden“ für Vc. solo von Tanja Elisa Glinsner basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von H. Hardenberg (1913) und beschreibt einen direkten, äußerst intimen Dialog zwischen Instrument und Stimme: Es wird seufzend nach Worten gerungen – wir werden – herrlich. Wimmernde Klänge –unterbrochen von gewaltsamen Ausbrüchen, Schlägen, Schreien – dehnen sich aus und geben dem Stück eine unerträgliche Überspannung. Diese – als Konsequenz dieser introspektiven, dialogischen Suche -, kulminiert schließlich in einer monologischen Ekstase zwischen Stimme und Instrument. 

 

Henriette Hardenberg

Wir werden

 

Wir werden herrlich aus Wunsch nach Freiheit. 

Der Körper dehnt sich, 

Dieses Zerrende nach geahnten Formen 

Gibt ihm Überspannung. 

(Schwere Hüften schauern sich zu langem Wuchse.) 

Im Straffen beben wir vor innerem Gefühl – 

Wir sind so schön im Sehnen, dass wir sterben könnten.